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Politik ist immer spannend | Diakonie Württemberg

Politik ist immer spannend

Wahlveranstaltung Lorch 3In den Remstal Werkstätten der Diakonie Stetten in Lorch fand ein Podiumsgespräch anlässlich der Bundestagswahl 2017 statt. Kandidaten der drei großen Parteien im Bundestag diskutierten zu Fragestellungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe. Jürgen Lutz, freiberuflicher Dozent in der politischen Erwachsenenbildung, moderierte die Veranstaltung in einfacher Sprache.

Die Diakonie Stetten setzt sich für die Teilhabe von Menschen mit einer geistigen Behinderung am gesellschaftlichen Leben ein und will ihnen deshalb mit einer Veranstaltungsreihe die Möglichkeit geben, die Kandidaten ihrer Wahlkreise kennen zu lernen und Fragen an sie zu richten. Rund 60 Mitarbeitende mit Behinderungen sowie Bürgerinnen und Bürger aus Lorch und Umgebung nutzten das Angebot und kamen mit Norbert Barthle von der CDU, Christian Lange von der SPD sowie Alexander Relea-Linder von den Linken ins Gespräch. Die Grünen hatten keine Möglichkeit, einen Vertreter zu schicken.

Jürgen Lutz verdeutlichte in einfacher Sprache, was genau die Bundestagswahl ist, wie diese abläuft und was Demokratie bedeutet: „Wir bestimmen alle mit und wählen indirekt den Bundestag“. Gleichzeitig ermutigte er die Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr Wahlrecht wahrzunehmen: „Nutzen Sie heute die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und sich eine Meinung zu bilden.“ Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, verdeutlichte, dass die Diakonie Stetten in unterschiedlichen Zusammenhängen ständig im Gespräch mit Politikerinnen und Politikern ist: „Es ist wichtig für die Demokratie, dass wir miteinander sprechen, wie wir die Situation für die Menschen in der Diakonie Stetten stetig verbessern und wie sich Gesetze, wie z.B. das neue Bundesteilhabegesetz auswirken“.

Beim Podiumsgespräch diskutierten die Mitglieder des Bundestags Norbert Barthle und Christian Lange sowie der Bundestagskandidat Alexander Relea-Linder mit Pfarrer Rainer Hinzen zu Themen aus dem Bereich der Behindertenhilfe. So standen vor allem Fragen zum neuen Bundesteilhabegesetz, zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zum Ziel der Kostendämpfung, zu Inklusion und Assistenz  sowie zu bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum im Mittelpunkt. „Im Hinblick auf Inklusion ist es wichtig, dass die Bedingungen des Zusammenlebens so gestaltet werden, dass jeder mitgenommen werden kann. Wir müssen Barrieren abbauen, damit die Menschen überall hinkommen können“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Norbert Barthle. Christian Lange sprach sich dafür aus, dass mehr Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt werden können: „Wenn alle zusammenarbeiten und sich unterstützen, dann ist das möglich“. Alexander Relea-Linder absolviert nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Kirchengemeinde zurzeit sein Interdisziplinäres Studium und er kritisierte das neue  Bundesteilhabegesetz als „Spargesetz“. Zudem sprach sich der 24-JährigeWahlveranstaltung Lorch dafür aus, „dass Menschen mit Behinderungen gratis die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen dürfen“.

Die Zeit war fast zu knapp, um all die Fragen des hochmotivierten Publikums zu beantworten: „Was macht ein Politiker den ganzen Tag? Warum fallen immer wieder Züge aus? Warum bauen Supermärkte nebeneinander am Rand der Stadt? Wird Politik auch mal langweilig?“. Geduldig beantworteten die Podiumsteilnehmer die Fragen und waren sich einig, dass Politik niemals langweilig wird: „Jeder Tag bringt etwas anderes. Manchmal ist Politik vielleicht langwierig, aber man kann mitgestalten und lernt immer wieder dazu“.

 

Information:

Weitere Podiumsgespräche organisiert die Diakonie Stetten am 4.09. in Waiblingen und am 5.09. in Esslingen. Daneben veranstaltet die Diakonie Stetten am 11.09.17 einen Aktionstag zur Bundestagswahl in einfacher Sprache auf dem Gelände der Diakonie Stetten.

 

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Ein Kommentar zu Politik ist immer spannend

  1. Nathalie 1. August 2017 um 11:11 #

    Es ist ja recht nett, dass sich PolitikerInnen einen Abend lang Zeit nehmen, um sich politischen Fragen von Menschen mit geistiger Behinderung zu stellen. Hat jedoch einer/eine von ihnen jemals den herausfordernden Alltag und die Lebenswelt der Menschen kennengelernt? Ich denke eher nicht, da ansonsten nicht pauschale Sätze fallen würden, wie von beispielsweise: „Wenn alle zusammenarbeiten und sich unterstützen, dann ist das möglich“, im Zusammenhang, dass Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt werden sollen. Welche Schwierigkeiten, Konfliktpotentiale, Überforderungen und Ausgrenzungen möglich sind, sind leider weniger im Blickfeld. Das finde ich oft schade, dass in der Politik Menschen über andere Menschen entscheiden, jedoch der eine vom anderen nichts über seine Lebenslage weiß. Ich würde mir wünschen, dass Dialoge und Begegnungen stattfinden, die ein Verständnis und ein Kennenlernen für die jeweiligen Lebenswelten ermöglichen, dass Veränderungsprozesse und Unterstützungsmöglichkeiten an der richtigen Stelle eingesetzt werden, die Ungleichheiten nachhaltig überwinden können

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