Rechtstaat, Markt und Menschenwürde – Fachtag mit Bundessozialgerichtspräsident

Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts, spricht auf dem Fachtag Ende September in Schwäbisch Hall

Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts, spricht auf dem Fachtag Ende September in Schwäbisch Hall

Am Dienstag, den 22. September 2015, findet in Schwäbisch Hall der Fachtag Recht & Sozialpolitik der Erlacher Höhe statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Rechtsstaat, Markt und Menschenwürde“. Dabei spannt die Veranstaltung der diakonischen Einrichtung für Menschen in besonderen sozialen Notlagen den Bogen von der regionalen bis zur europäischen Dimension. Prominentester Referent ist Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichtes.

Im Block I geht es um zentrale Fragen Sozialer Arbeit. Hier beleuchtet Prof. Hans-Ulrich Weth das Thema „Rechtsstaat und Markt: Bleibt die Menschenwürde auf der Strecke?“. Gabriele Kraft, Fachreferentin des Diakonischen Werks Baden, widmet sich dem Themenkreis Wohnungslosigkeit, Wohnungsnot und Langzeitarbeitslosigkeit. Um die Effekte internationaler Politik auf die Soziale Arbeit vor Ort dreht es sich bei dem Themenblock „Draußen vor der Tür – Menschenwürde“. Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland, widmet sich dem Thema „Keine Sozialhilfe für EU-Bürger? Zwischen Freizügigkeit und Gleichbehandlungsanspruch“. Von den Erfahrungen der Stadt Schwäbisch Hall im Umgang mit bettelnden Menschen aus Osteuropa berichtet Bettina Wilhelm, Erste Bürgermeisterin der Stadt Schwäbisch Hall. Flankierend dazu sind Interviews mit bettelnden Menschen aus der Slowakei geplant, die Wolfgang Engel, Geschäftsführer des Diakonieverbands Schwäbisch Hall, führen wird.

Auswirkungen, Erwartungen und Hoffnungen fasst der letzte Veranstaltungs-Block zusammen. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, liefert den diakoniepolitischen Impuls zum Spannungsfeld „Markt und Menschenwürde“. Im Anschluss geht Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts in Kassel, der Frage nach, wem die Stärkung der sozialen Dimension der EU nutzt. Die abschließende Podiumsdiskussion formuliert Erwartungen an den Gesetzgeber.

Die Veranstaltung  (9:30 – 16:00 Uhr) findet im Brenzhaus, im Herzen von Schwäbisch Hall, statt. Mehr Informationen erhalten Sie im Veranstaltungs-Flyer. (www.erlacher-hoehe.de)

Anmeldeschluss ist der 31. August. Kosten: 60 Euro (inkl. Tagungsdokumentation), Anmeldung unter: vorstandssekretariat@erlacher-hoehe.de oder info@erlacher-hoehe.de. 

 

Über die Erlacher Höhe:
Die Erlacher Höhe bietet für Menschen in sozialen Notlagen ein breites Angebot an Hilfe, Rat und Unterstützung. Sie hilft bei Wohnungsnot, (Langzeit-)Arbeitslosigkeit, bei Suchtproblemen, bei Pflegebedarf oder Armut. In Baden-Württemberg ist die 1891 als Arbeiterkolonie gegründete Einrichtung insbesondere in ländlichen Gegenden aktiv, derzeit mit 15 Standorten in sechs Landkreisen. Sitz des diakonischen Sozialunternehmens ist ihr Gründungsort Großerlach-Erlach im Schwäbischen Wald bei Backnang.

 

 

 

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