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Seelenarbeit für die Bewohner | Diakonie Württemberg

Seelenarbeit für die Bewohner

Clowns mit Herz 4Die Clowns mit Herz aus dem Rems-Murr-Kreis kommen alle zwei Wochen ins Otto-Mühlschlegel-Haus des Alexander-Stifts der Diakonie Stetten. Mit Humor, bunter Verkleidung und Musik sorgen Melanie Jäger alias „Kleementine“ und Jörg Danner als „Brokkoli-Knoblauch“ für eine besondere Abwechslung.  

Punkt 15 Uhr sind Melanie Jäger und Jörg Danner im Otto-Mühlschlegel-Haus des Alexander-Stifts. Sie tauschen ihre Jeans gegen einen bunten Rock und eine übergroße Anzughose mit bunten Hosenträgern, den Pullover gegen ein mit Blumen gemustertes Hemd. Sie setzen sich die roten Nasen auf und verteilen noch ein wenig bunte Schminke im Gesicht, dann kann es losgehen. Die Clowns mit Herz ziehen mit ihrem Koffer voller lustiger Utensilien und ihrer Gitarre durch die drei Stationen des Seniorenwohnheims. Im Flur treffen sie auf drei ältere Damen und Brokkoli-Knoblauch flirtet ein wenig mit ihnen, zückt seine kleine Gitarre und stimmt das Lied „Ganz in weiß mit einem Blumenstrauß“ an. Kleementine nimmt den Staubwedel als Mikro und singt begeistert mit. Die drei Seniorinnen haben sichtlich Freude und auch die an schwerer Demenz erkrankte Frau im Rollstuhl daneben, scheint auf einmal zu spüren, was um sie herum passiert: Sie streckt ihre Arme nach Kleementine aus und diese kommt ganz nah neben sie, streichelt sie und flüstert ihr gut zu.

Ann-Kathrin Klotzbücher, Haus und Pflegedienstleistung im Otto-Mühlschlegel-Haus des Alexander-Stifts ist begeistert von den Besuchen der Clowns mit Herz: „Das ist pureClowns mit Herz 2 Seelenarbeit für unsere Bewohner. Außerdem tun die Begegnungen mit den Clowns auch uns Mitarbeitenden gut. Ihr Humor ist ansteckend und sie bringen uns immer zum Lachen“. Die professionell ausgebildeten Clowns Melanie Jäger und Jörg Danner kommen seit über zwei Jahren regelmäßig ins Otto-Mühlschlegel-Haus. Sie improvisieren die Besuche, das heißt, sie gestalten die Situation, so wie sich diese ergibt. „Wir sind einfach im Hier und Jetzt und lassen die Stimmung auf uns wirken. Es ist anders als bei einem Bühnenclown, der ein einstudiertes Programm hat. Wir sind einfach da“, erzählt die gelernte Erzieherin und Heilpädagogin Melanie Jäger. „Wir kennen die Bewohnerinnen und Bewohner ein wenig, das ist anders als bei den Clowns, die in die Klinik kommen. Dadurch haben wir eine persönliche Beziehung aufgebaut“, sagt Jörg Danner. So wüssten sie von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern manche Lebensgeschichte, an der sie immer wieder anknüpfen könnten.

Simon Hayler vom Verein Clowns mit Herz Rems-Murr ist wichtig, dass die Clowns regelmäßig Fortbildungen besuchen, um neue Impulse zu bekommen. „Es gehört schon ein ganzes Stück Idealismus dazu, das nebenberuflich zu machen“, sagt er. „Bei den Fortbildungen lernen wir z.B. auch, wie man schwierige Situationen und Lebensumstände erspürt und wie man dann Impulse geben kann. „So kann sich z.B. ein Clown mit seinem Gegenüber verbünden und nimmt dann den anderen Clown aufs Korn“, erklärt Jörg Danner. Wichtig ist den Beiden, „dass keiner zwangsbelustigt wird“, sagt Melanie Jäger. „Wenn jemand keine Lust auf Späße hat, dann ist das für uns auch in Ordnung“. Trotzdem sprechen sie die Menschen immer wieder an und „wenn dann einer, der sonst immer nur grummelt, doch lächelt, dann ist das für uns ein riesiger Gewinn“.

 

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Ein Kommentar zu Seelenarbeit für die Bewohner

  1. Janina Frank 24. Mai 2017 um 10:58 #

    Vielen Dank für den Eindruck in die Arbeit der Clowns im Otto-Mühlschlegel-Haus, Frau Kaltarar. Zunächst, das muss ich ehrlich sagen, war ich skeptisch. Schnell bin ich dabei zu urteilen, dass solche Angeboten alten Menschen nicht den nötigen Respekt zukommen lassen, ihrer Lebenserfahrung nicht gerecht werden und sie stattdessen wie Kinder behandelt werden.
    Meine zunehmende Erfahrung im Umgang mit alten Menschen und Ihr Artikel zeigen jedoch, dass diese Angebote nichts mit Respektlosigkeit zu tun haben müssen. Die am Ende betonte Regelmäßigkeit und die Fortbildungen unterstreichen dies. Wenn die individuellen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt werden und, wie Sie schreiben, niemand „zwangsbelustigt“ wird, sind sie ein echter Segen. Viele Altenheimbewohner*innen freuen sich tatsächlich über solch frohe und heitere Abwechslung, die Aufmerksamkeit, die ihnen dadurch geschenkt wird und die Gesprächsthemen, die sich daraus entwickeln.
    Wir können dankbar sein für jedes Engagement, das Freude bringt. Hier haben Sie uns ein gutes Beispiel beschrieben. Danke

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